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Das Archiv

Nach dem II. Weltkrieg erfuhr die Region tiefgreifende Veränderungen.

Mit dem Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der Deutschen Demokratischen Republik vom 23.07.1952 kam es zur Bildung der Kreise Oranienburg und Gransee.

Dieses Gesetz war die Grundlage für die Auflösung der Länder in der DDR und ihrer Aufteilung in Bezirke. Die Volkskammer der DDR hatte beschlossen, dass die Länder eine Neugliederung ihrer Gebiete in Kreise vorzunehmen und mehrere Kreise in Bezirke zusammenzufassen haben.

Das Gesetz hatte zur Folge, dass die Verwaltung der Kreise Niederbarnim in Bernau, Osthavelland in Nauen und Ruppin in Neuruppin aufgelöst wurden.

Der Kreis Oranienburg entstand aus dem westlichen Niederbarnim und einem Teil des ehemaligen Kreises Osthavelland, sowie die Gemeinden Neuendorf und Teschendorf des alten Kreises Ruppin.

Der Kreis Gransee wurde aus dem östlichen Teil des Ruppiner Kreises und dem Westen des Altkreises Templin gebildet.

Mit dem Gesetz „Ordnung über den Aufbau und die Arbeitsweise der staatlichen Organe des Kreises“ vom 24.07.1952 erließ der Ministerrat, dass der Kreistag und der Rat des Kreises die Organe der Staatsgewalt der Kreise sind.

Mit der Gründung der Kreise Oranienburg und Gransee wurden auch die jeweiligen Kreis- und Verwaltungsarchive (KVA) gebildet.

Nach der Verwaltungsneugliederung erhielten die neugebildeten Kreisverwaltungen Oranienburg und Gransee nicht die zu ihrem Verwaltungsbereich gehörenden Akten. Ein Teil dieser Unterlagen verblieb an den genannten Stellen der aufgelösten Kreisverwaltungen, der andere Teil, die ausgeschlossenen Akten, wurden vom damaligen Brandenburgischen Landeshauptarchiv übernommen.

Lediglich die Unterlagen die man für den laufenden Geschäftsbetrieb benötigte, wurden von den neugebildeten Kreisverwaltungen übernommen.

Es entstanden, in den Kreisverwaltungen Oranienburg und Gransee, Kreis- und Verwaltungsarchive (KVA) ohne Archivgutbestände.

Das KVA Oranienburg war bis 1990 in einem ehemaligen Pferdestall untergebracht. Nach dreijähriger Bauzeit wurde ein neues Gebäude für das KVA fertiggestellt. Der Rat des Kreises Gransee baute für sein Archiv in Gransee ein Spezialgebäude, welches nach Baubeginn 1980 im Jahre 1982 fertiggestellt wurde.

Aufgrund unzureichender Raumkapazitäten und personeller Unterbesetzung lagerte das Schriftgut bis zu diesen Zeitpunkt teilweise bei den Registraturbildnern.

Durch die Kreisgebietsreform am 06.12.1993 wurden die Kreise Oranienburg und Gransee zum Landkreis Oberhavel mit 93 Gemeinden, außer die Gemeinde Keller, vereinigt. Der Sitz der Verwaltung befindet sich seit dem in Oranienburg, eine Außenstelle ist in Gransee.

Mit der Zeit konnten beide Archivgebäude die Massenflut an Unterlagen nicht mehr bewältigen und so zog das KVA Oberhavel 1997/1998 in den Erweiterungsbau der Kreisverwaltung (in welchem wir uns jetzt noch befinden).

Am 26.10.2003 ist mit der Kommunalwahl in Brandenburg die Gemeindegebietsreform in Kraft getreten. Damit sind landesweit neue Gemeindestrukturen geschafft worden. Im Landkreis Oberhavel gibt es seit dem 14 amtsfreie Kommunen und 1 Amt mit 5 angehörigen Gemeinden.

Die Havel durchquert den Landkreis von Nord bis Süd. Von ihrer Quelle bis zur Einmündung der Spree in Spandau erhiel sie die georaphische Bezeichnung Obere Havel, welche Namensgeber für den neuentstandenen Kreis Oberhavel wurde.

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